Dieser Eingriff kann jede Geburt betreffen. Viele Gebärende erleben es, viele finden es furchtbar: Die Rede ist vom Kristellern. Beim Kristellern handelt es sich um eine Intervention während der Geburt, bei der durch Druck auf den oberen Teil der Gebärmutter (Fundusdruck) versucht wird, die Geburt zu beschleunigen.
Kritik – Risiken – Rechte
Kristellern ist höchst umstritten. Die Risiken für Mutter und Kind sind erheblich, der Nutzen bisher nicht erwiesen. Die medizinische S3-Leitlinie „Vaginale Geburt am Termin“ empfiehlt daher, möglichst nicht zu kristellern. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Berufsverbände anderer Länder raten davon ab. Laut einer Studie aus dem Jahr 2024 kristellern Geburtshelfende bei fast jeder 5. Geburt. Dieser umstrittene medizinische Eingriff gehört damit zu den häufigsten medizinischen Eingriffen während der Geburt.
Hier erfährst du,
- welche Risiken bestehen,
- welche Alternativen es gibt,
- was Studien sagen,
- was du selbst tun kannst
- und wie du unsere Infokarte und den Sticker für deinen Mutterpass erhältst.
Fundusdruck soll möglichst nicht ausgeübt werden. Nur unter strenger Indikationsstellung kann diese Maßnahme erwogen werden.
S3 Leitlinie „Vaginale Geburt am Termin“, Empfehlung 8.21, Stand 22.12.2020 (1)
Was ist Kristellern?
Hebamme oder Gynäkolog:in drücken beim Kristellern während einer Wehe in der Austrittsphase der Geburt von außen auf den oberen Teil der Gebärmutter (den Fundus) in Richtung Vagina. Dadurch soll das Kind tiefer in den Geburtskanal treten. Die Idee dahinter ist, dass Kristellern die Geburt beschleunigen könnte und das Kind schneller geboren wird.
- Andere Bezeichnungen sind Fundusdruck, Kristeller-Manöver, Kristeller-Hilfe.
Gut vorbereitet in die Geburt gehen. Bestelle unsere Infokarte für den Mutterpass – mit allen wichtigen Infos auf einen Blick.
Einer der häufigsten Eingriffe – ohne Statistik
Wie viele Gebärende in Deutschland kristellert werden, wird nicht systematisch erhoben und taucht in keiner Statistik auf. Aber es gibt verlässliche Hinweise:
Nach einer Studie aus dem Jahr 2024 wird bei etwa einer von fünf Geburten (fast 20 Prozent) kristellert (2). Die Studie liefert damit erstmals einen Anhaltspunkt, dass der Fundusdruck zu einem der häufigsten medizinischen Eingriffe gehört. Zum Vergleich: Etwa jede 4. Geburt beginnt mit einer Einleitung (fast 25 Prozent), fast 33 Prozent der Kinder werden per Kaiserschnitt geboren und der Dammschnitt (“Episiotomie”) geschieht bei rund 13 Prozent der Geburten. Systematisch erhobene Daten zum Fundusdruck gibt es allerdings nicht, zum Beispiel in den jährlichen Berichten der Geburtskliniken zur Erfassung der Qualität im Gesundheitswesen.
„In meinem Geburtsbericht steht kein Wort davon“ – uns berichten immer wieder betroffene Eltern, dass der Eingriff von der Geburtsklinik in ihrer Patientenakte nicht dokumentiert wurde.
Warum ist Kristellern problematisch?
Gegen den Fundusdruck sprechen verschiedene Gründe: Der Nutzen ist nicht erwiesen, es bestehen jedoch gesundheitliche Risiken für Mutter und Kind. Außerdem hat der Eingriff oft negative Auswirkungen auf das Geburtserleben.
„Und plötzlich hat sich der Arzt auf meinen Bauch geworfen“
Kristellern wird häufig nicht korrekt ausgeführt
Medizinische Leitlinien beschreiben die Bedingungen für den Fundusdruck genau, damit er möglichst frauzentriert und risikoarm ausgeführt wird. Trotzdem kristellern Hebammen oder Gynäkolog:innen in den Kliniken unterschiedlich. Empfohlen wird, nur mit den Händen zu drücken. Aber oft üben Hebammen und Ärztinnen mit dem Unterarm Druck aus, manchmal sogar mit einem Gürtel, einem Bettlaken oder auch mit dem gesamten Körpergewicht von Hebamme oder Gynäkolog:in.
Eine aktuelle Studie zeigt jedoch: Wenn überhaupt Fundusdruck angewendet wird, sollte er sanft, ausschließlich mit beiden Händen ausgeführt werden (120 mmHg, etwa wie der Druck einer Blutdruckmanschette). (14)
Zur korrekten Ausführung des Kristeller-Handgriffs gehören auch die Einwilligung und das Veto-Recht der Gebärenden. (Mehr dazu unter „Fehlende Aufklärung und Einwilligung“.)
Hohe Risiken für Gebärende und Kind:
Fundusdruck während der Austrittsphase bringt körperliche und psychische Risiken für die Gebärende und ihr Kind mit sich. (3, 4, 5, 6, 7, 8)
Für Gebärende
- Rippenbrüche und Prellungen
- Beckenbodenverletzungen und in der Folge Inkontinenz, Beckenbodensenkung und Beeinträchtigungen des sexuellen Empfindens
- Gebärmutterrisse (Uterusruptur)
- Verletzungen an Organen (Leber, Milz)
- Schmerzen und Atemnot
- Psychische Belastung bis hin zu Traumatisierung
Für das Kind:
- Sauerstoffmangel (Asphyxie/Hypoxie)
- Knochenbrüche
- Armplexuslähmung (Schäden am Armnervengeflecht)
Negative Auswirkungen auf das Geburtserleben
Viele Gebärende erleben Fundusdruck als extrem schmerzhaft, übergriffig und traumatisierend (2). Das steht im Widerspruch zu einer respektvollen, frauzentrierten Geburtshilfe.
Eine negativ erlebte Geburt kann zu psychischer Belastung bis hin zu Traumatisierung führen. Die Folgen sind z. B. posttraumatische Belastungsstörung (PTBS); Schwierigkeiten, eine Bindung zum Kind aufzubauen; Stillprobleme; kein weiterer Kinderwunsch.
Kristellern wird häufig genannt, wenn es um Gewalterfahrungen während der Geburt geht.
Der Nutzen von Kristellern ist wissenschaftlich nicht erwiesen
Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es bislang keinen überzeugenden Nachweis dafür, dass Kristellern dem Geburtsverlauf nutzt.
- Studien zeigen: Kristellern verringert nicht signifikant die Geburtsdauer, kann aber zu vermehrten Komplikationen führen (z. B. Kanninen, Tomi et al., 2022; Cochrane Review von Hofmeyr et al. 2017)
- Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt explizit, auf den Fundusdruck zu verzichten, da Nutzen unklar und Risiken erheblich sind (WHO 2018: “Intrapartum care for a positive childbirth experience”)
- Eine Studie aus dem Jahr 2025 kommt zu dem Schluss, dass Kristellern nicht signifikant zu einer kürzeren Austrittsphase, jedoch ein „sanfter Druck“ zu weniger vaginaloperativen Geburten (Zangen- oder Saugglockengeburten) und Dammschnitten führt (Guo et. al 2025)(14).
Fehlende Aufklärung und Einwilligung
Die Patientenrechte sind im Bürgerlichen Gesetzbuch § 630e BGB Aufklärungspflichten und § 630f BGB Dokumentation der Behandlung eindeutig benannt. Dazu gehören eine umfassende Aufklärung, die dokumentierte Einwilligung zu und die Dokumentation von medizinischen Maßnahmen. Die medizinische S3 Leitlinie „Vaginale Geburt am Termin“ nennt als Bedingungen für den Fundusdruck die Sicherstellung des Einverständnisses und das Veto-Recht der Gebärenden.
Viele Frauen erzählen uns vom Kristellern ohne vorherige Ankündigung: „Plötzlich hat sich der Arzt auf meinen Bauch geworfen.“ Oder verharmlosenden Formulierungen: „Wir drücken dann mal ein bisschen mit.“
Mütter berichten zum Kristellern, dass
- ihnen nicht erklärt wurde, warum kristellert wird,
- sie nicht über Alternativen aufgeklärt wurden und
- sie diesen medizinischen Eingriff nicht ablehnen konnten bzw. er gegen ihren Willen durchgeführt wurde.
‼️23,8 Prozent der Hebammen schätzen, dass das Veto-Recht der Gebärenden beim Kristeller-Handgriff selten oder nie beachtet wird! (Ergebnisbericht – Umsetzung der S3-Leitlinie Vaginale Geburt aus Sicht von Hebammen, S. 39) (13)
Wie lässt sich das Kristellern vermeiden?
Aus wissenschaftlicher Sicht sind folgende Maßnahmen hilfreich, um Fundusdruck zu vermeiden (9, 10, 11):
- Bewegung und Änderung der Position; aufrechte Geburtspositionen
- Kontinuierliche Begleitung durch eine Hebamme (ggf. auch durch eine Doula)
- Zur Verringerung von Schmerzen z. B. Bewegung, Massage, Wasser, Atemtechniken
- Wenn eine PDA gewünscht ist, besser nur mit sogenannter Walking-PDA. Sie ermöglicht weiterhin Beweglichkeit während der Geburt, was das Risiko des Kristellerns verringern kann.
Mit etwas mehr Geduld in der letzten Geburtsphase, wechselnden Gebärpositionen, spätem aktiven Mitschieben und speziellen Beckenbewegungen erübrigt sich der Einsatz des schmerzhaften Fundus-Drucks. Wenn wir der Frau eine energetische Position mit Halt für Arme und Füße ermöglichen, wird sie ihr Kind meist selbst herausdrücken können – ohne Kristeller-Hilfe.
Ulrike Harder (12)
Was kannst du tun, um dich zu schützen?
Eine wichtige Info vorneweg: Mother Hood ist der Überzeugung, dass die Verantwortung für das “Gelingen” einer Geburt nicht bei den Gebärenden selbst liegt. Selbstbestimmung und eine gute Geburtserfahrung sind zuallererst von den Rahmenbedingungen abhängig, die Geburtshelfende schaffen. Wir möchten Schwangeren Möglichkeiten zeigen, gut informiert in eine Geburt zu gehen. Wir sind uns aber im Klaren, dass sie mit ihrem Wissen und Handeln nicht immer in der Lage sind, medizinische Eingriffe und Gewalterfahrungen zu verhindern.
Daher haben wir uns entschieden, in Bezug auf das Kristellern einige Punkte zu veröffentlichen. Sie können dabei helfen, sich vorzubereiten bzw. das Risiko für den Einsatz dieses medizinischen Eingriffs zu verringern:
- Lege im Geburtsplan fest, dass du kein Kristellern möchtest und rechtzeitig über Alternativen aufgeklärt werden möchtest.
- Lege im Geburtsplan fest, dass der Fundusdruck nur wie in der aktuell gültigen Leitlinie “Vaginale Geburt am Termin” angewendet werden darf.
- Frage beim Geburtsplanungsgespräch, wie die Klinik bzw. die Hebamme(n) das Kristellern vermeiden.
- Informiere deine Begleitperson, sich gegebenenfalls für dich einzusetzen und deinen Wunsch gegenüber dem Personal zu vertreten. (In der Leitlinie wird die gute Absprache mit der Begleitperson als Bedingung erwähnt.)
- Infokarte und Sticker für deinen Mutterpass. Mother Hood stellt eine Infokarte und einen Sticker bereit, die du in deinen Mutterpass einlegen kannst. Sie erinnern dich – und das Geburtsteam – daran, dass du über den Fundusdruck aufgeklärt werden möchtest und ein Veto-Recht hast.
Wenn du betroffen bist:
- Du hast das Recht auf Beschwerde, Beratung und ggf. juristische Schritte.
- Fordere deine Behandlungsakte an. (Hier erfährst du, wie das geht und worauf du achten solltest.)
- Notiere deine Geburtserfahrung und die Erinnerung deiner Begleitperson(en) in einem Gedächtnisprotokoll.
- Sollte das Kristellern nicht in deiner Behandlungsakte vermerkt sein, weise den behandelnden Arzt darauf hin.
- Wenn du Hilfe bei der Verarbeitung deiner Geburtserfahrung suchst: Besprich deine Geburt mit deiner Hebamme, wende dich an das Hilfetelefon schwierige Geburt (kostenfrei und anonym) oder suche dir Hilfe vor Ort.
Notiere deine Geburtserfahrung und die Erinnerung deiner Begleitperson(en) in einem Gedächtnisprotokoll.
Ist Kristellern immer schlimm?
Unter unseren Social-Media-Beiträgen zum Kristellern bekommen wir immer wieder auch Berichte zum hilfreich erlebten Fundusdruck. Gebärende erleben den Handgriff vor allem dann positiv, wenn der Eingriff korrekt ausgeführt wurde, sie gut aufgeklärt wurden, dem Eingriff zugestimmt haben und kommunikativ gut begleitet wurden. Das bestätigt auch eine Studie (2) aus dem Jahr 2025. „Die Teilnehmerinnen sagten, sie hätten sich entweder gut begleitet oder völlig überfahren gefühlt – je nachdem, wie mit ihnen gesprochen wurde. Das subjektive Erleben ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Kommunikation und Versorgungsgestaltung“ (Mi-Ran Okumu, Autorin der Studie).
Dennoch: Risiken für Mutter und Kind bleiben auch bei korrekter und kommunikativ gut begleiteter Ausführung bestehen.
Forderungen & Kritik
Als Vertreter:innen der Gebärenden lehnen wir die nahezu routinemäßige Anwendung des Kristellerns in der Geburtshilfe strikt ab. Laut medizinischer Leitlinie und WHO soll dieser Eingriff möglichst vermieden werden. Wenn er trotzdem bei ca. 20 Prozent der vaginalen Geburten angewendet wird, ist dies ein alarmierendes Zeichen für Missstände in der Geburtshilfe und deutet auf einen Mangel an Qualität hin.
Es ist inakzeptabel, dass das Kristellern – mit Blick auf die Risiken für Mütter und Kinder – nicht erfasst wird. Wenn der Eingriff nicht einmal in der Behandlungsakte dokumentiert wird, können Folgeschäden nicht mit dem Eingriff in Verbindung gebracht werden. Es bleibt somit völlig unklar, in welchem Ausmaß das Kristellern Mutter und Kind tatsächlich nützt oder schadet.
Deshalb fordern wir
- Kristellern soll möglichst vermieden werden (siehe Empfehlung zum Fundusdruck in der Leitlinie „Vaginale Geburt am Termin“)
- Ausführung, wenn überhaupt, nur nach Leitlinienvorgaben und im Rahmen der Patient:innenrechte (Einwilligung und Veto-Recht)
- Erfassung von Daten zur Anwendung des Kristeller-Manövers/ des Fundusdrucks im Rahmen der Qualitätssicherung als Qualitätskriterium in den Klinikberichten
- verpflichtende Erwähnung in der Behandlungsakte
- Anerkennung von Gewalt in der Geburtshilfe als Problem der Versorgung (inkl. Kristellern als Beispiel für Gewalt) und politisches Gegensteuern
- Schulung des Personals zu respektvoller, gewaltfreier Geburtshilfe und Kommunikationskompetenz, um solche Eingriffe zu vermeiden
- Mehr Forschung zur Förderung der physiologischen Geburt und Vermeidung von medizinischen Interventionen, zu denen das Kristellern gehört.
Gebärende und Kinder haben ein Recht auf bessere Qualität in der Geburtshilfe. Das Kristellern ohne Rücksicht auf Gebärende ist eine nicht hinnehmbare Verletzung dieses Rechts. Deshalb muss dieser medizinische Eingriff endlich der Vergangenheit angehören!
Zur Kampagne „Kristellern vermeiden“
Kristellern schadet – und trotzdem passiert es bei fast jeder fünften Geburt. Das wollen wir ändern. Mit der Kampagne „Kristellern vermeiden“ informiert Mother Hood e.V. Schwangere und Betroffene, stärkt ihre Rechte und erhöht den Druck auf Politik und Versorgungseinrichtungen.
Was wir tun: Wir stellen Informationen bereit, die du wirklich brauchst. Wir machen das Kristellern sichtbar – in den Medien, in der Politik, in der Öffentlichkeit. Und wir geben dir das Wissen an die Hand, um dich zu schützen und deine Rechte einzufordern.
Mitmachen und unterstützen: Bestelle jetzt kostenlos unsere Infokarte und den Sticker für deinen Mutterpass – und trag das Thema in die Geburtsklinik. Nutze dazu den folgenden Link oder schreibe uns an info@mother-hood.de.
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Für Medienanfragen: Katharina Desery steht für Presse und Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung.
Das Kampagnenmotiv hat Dani Becker (Dani Becker Illustration) für uns gestaltet. Es zeigt zwei Hände, die von oben den Schriftzug „Kristellern vermeiden“ zusammenstauchen. Der Griff zerdrückt den Aufruf „Kristllern vermeiden“ so wie er im wahren Leben auf den Bauch der Gebärenden drückt.
Hinweis: Die Infokarten und Sticker sind aktuell in Bestellung. Wir beginnen mit dem Versand nach der Lieferung.

Quellen
- Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) (Hrsg.) (2020): S3-Leitlinie Vaginale Geburt am Termin. AWMF-Registernummer 015/083, Version 1.0, Stand 22.12.2020 (Langfassung). AWMF-Leitlinienregister. https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/015-083.
- Volkert, A., Bach, L., Hagenbeck, C. et al. Obstetric interventions’ effects on the birthing experience. BMC Pregnancy Childbirth 24, 508 (2024). https://doi.org/10.1186/s12884-024-06626-5.
- Hofmeyr, G., Vogel, J., Cuthbert, A., & Singata, M. (2018). Fundal pressure during the second stage of labour.. The Cochrane database of systematic reviews, 4, CD006067 . https://doi.org/10.1002/14651858.cd006067.pub2.
- Rubashkin, N., Torres, C., Escuriet, R., & Ruiz-Berdún, M. (2019). „Just a little help“: A qualitative inquiry into the persistent use of uterine fundal pressure in the second stage of labor in Spain.. Birth. https://doi.org/10.1111/birt.12424.
- Youssef, A., Salsi, G., Cataneo, I., Pacella, G., Pacella, G., Azzarone, C., Paganotto, M., Krsmanovic, J., Krsmanovic, J., Montaguti, E., Cariello, L., Bellussi, F., Rizzo, N., & Pilu, G. (2018). Fundal pressure in second stage of labor (Kristeller maneuver) is associated with increased risk of levator ani muscle avulsion. Ultrasound in Obstetrics & Gynecology, 53. https://doi.org/10.1002/uog.19085.
- Sartore, A., Cracco, F., & Ricci, G. (2021). Uterine fundal pressure in the second stage of labor (Kristeller maneuver) and pelvic floor dysfunction. International Urogynecology Journal, 32, 1949. https://doi.org/10.1007/s00192-021-04825-8.
- Malvasi, A., Zaami, S., Tinelli, A., Trojano, G., Vergallo, M., & Marinelli, E. (2019). Kristeller maneuvers or fundal pressure and maternal/neonatal morbidity: obstetric and judicial literature review. The Journal of Maternal-Fetal & Neonatal Medicine, 32, 2598 – 2607. https://doi.org/10.1080/14767058.2018.1441278.
- Kanninen, T., Bellussi, F., & Berghella, V. (2022). Fundal pressure to shorten the second stage of labor: Systematic review and meta-analysis.. European journal of obstetrics, gynecology, and reproductive biology, 275, 70-83 . https://doi.org/10.1016/j.ejogrb.2022.06.010.
- De Souza, K., Da Silva, T., Damasceno, A., Manzo, B., Souza, K., Filipe, M., & Matozinhos, F. (2021). Coexistence and prevalence of obstetric interventions: an analysis based on the grade of membership. BMC Pregnancy and Childbirth, 21. https://doi.org/10.1186/s12884-021-04092-x.
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- Harder, U. (2016). Verzögerte Kopfgeburt – Alternativen zum Kristeller-Handgriff. Die Hebamme, 29, 373–380. https://doi.org/10.1055/s-0042-120077.
- Schäfers, Rainhild; Schauland, Hilke; Ruppert, Celina (o. J.): Umsetzung der S3-Leitlinie Vaginale Geburt aus Sicht von Hebammen. Ergebnisbericht. Universität Münster (Hebammenwissenschaft) / Hebammenverband Niedersachsen e. V. Online verfügbar unter: https://www.medizin.uni-muenster.de/fileadmin/einrichtung/hebammenwissenschaft/Ergebnisbericht_Umsetzung_Leitlinie_aus_Hebammensicht__002_.pdf. Zugriff am 04.02.2026.
- Guo Q, Du H, Feng Y, et al. (2025). Gentle fundal pressure to facilitate vaginal delivery: A randomized clinical trial. Acta Obstet Gynecol Scand. 104:1357-1365. doi:10.1111/aogs.15130
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