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Corona Informationen für Schwangerschaft und Geburt


Wir haben Hinweise und Informationen zu Corona und Schwangerschaft, Geburt und Stillen zusammengetragen, die wir regelmäßig aktualisieren. Grundsätzlich empfehlen wir allen Schwangeren, sich intensiv mit ihrer Hebamme und ihrem/ ihrer Gynäkolog:in über die regionalen Gegebenheiten und mögliche Fragen auszutauschen!

Über Hinweise, wie es in den einzelnen Kliniken abläuft, freuen wir uns sehr. Diese kannst du uns per E-Mail an info@mother-hood.de oder via Direktnachricht über Facebook, Instagram oder Twitter schicken.


Übersicht


Ist das Coronavirus gefährlich für Schwangere, ungeborene Kinder und Neugeborene?

Sars-CoV-2 ist ein neues Virus. Es existieren nach wie vor wenige Studien zu seinen Auswirkungen auf Schwangere, ungeborene Kinder und Neugeborene.

Seit Anfang November 2020 gibt es erstmals Daten aus Deutschland zu Corona-Infektionen bei Schwangeren. Sie stammen aktuell von 1412 Frauen (Stand 11. März 2021, keine aktuellere Auswertung bis September 2021).

Diese zentrale Studie zu den Folgen einer SARS-CoV-2-Infektion in der Schwangerschaft zeigt erfreulicherweise überwiegend milde Verläufe ohne schwerwiegende Folgen für Mutter und Kind

MTA Dialog online, 12. November 2020

Die sog. Cronos-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Corona bei Schwangeren einen überwiegend günstigen Verlauf hat. Dennoch: Schwangere haben ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe im Vergleich zu nichtschwangeren Frauen.

Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass bei bekannten Risikofaktoren wie Diabetes, Hypertonie und Adipositas im Falle einer Infektion im dritten Trimester größte Achtsamkeit geboten ist.

Eine Studie aus Oxford/ England zu SARS-CoV-2-Varianten Alpha/ Delta und Schwangerschaft kommt allerdings zu dem Ergebnis, dass das Risiko für Schwangere deutlich erhöht ist: Von 10 schwangeren Frauen, die mit COVID-19-Symptomen in einer Klinik aufgenommen werden müssen, benötigt 1 Schwangere intensivmedizinische Behandlung. Und 1 von 5 Schwangeren, die mit Symptomen in eine Klinik müssen, hat eine Frühgeburt. Die Studie umfasste 3.371 Frauen, die von Beginn der Pandemie bis 11. Juli 2021 schwanger und mit symptomatischer COVID-19-Erkrankung in eine Klinik mussten.

Fazit: Passt besonders auf euch auf! Lasst euch zu den Vorteilen und Risiken einer Impfung gut beraten. Haltet euch an die Abstands- und Hygieneregeln. UND: Sprecht mit eurem Arbeitgeber, was angesichts eines erhöhten Risikos zu beachten ist.

Mutterschutzregelungen und Corona

Zum Umgang mit Schwangeren und Corona gibt es für Arbeitgeber aktualisierte Einschätzungen. Verantwortlich für die Einhaltung des Mutterschutzgesetzes sind die Bundesländer.

Eine Übersicht über die Informationen zu Corona und Mutterschutz in den einzelnen Bundesländern findet ihr hier (ganz unten auf der Seite).


CRONOS-Studienergebnisse zu Corona und Schwangerschaft bzw. Geburt

Die Cronos-Studie zu Corona und Schwangerschaft / Geburt wird weiter fortgeführt. Nähere Informationen gibt es auf der Website der Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin, die für das CRONOS-Register verantwortlich ist.

Die nun folgenden Zahlen stammen aus der Ergebnispräsentation Anfang November. Aktuelle Daten auch hier.

Krankheitsverlauf bei schwangeren Frauen mit Corona

  • 37 Prozent keine Symptome
  • 38 Prozent Husten
  • 34 Prozent allgemeines Krankheitsgefühl
  • 27 Prozent ohne Schmecken und Riechen
  • 25 Prozent Fieber
  • 6 Prozent intensivmedizinisch behandelt.

Auswirkungen auf die Geburt

  • 57 Prozent vaginale Geburt
  • 41 Prozent Kaiserschnittgeburt
  • 14 Prozent Geburt vor der 38. Schwangerschaftswoche.

Die Zahlen stammen aus dem Bericht zum CRONOS-Register, nachzulesen im Deutschen Ärzteblatt.


Welche Erkenntnisse bietet das Robert Koch Institut zu Corona und Schwangerschaft / Geburt? (in Überarbeitung!)

Wir fassen die aktuellen Informationen des Robert Koch Instituts zusammen. Dieses besagt (Stand 27. November 2020, Punkt 8, kein Update bisher):

  • Schwangere, die mit SARS-CoV-2 infiziert sind, scheinen seltener Symptome zu entwickeln.
  • Grundsätzlich gilt: Das Risiko für schwerere Krankheitsverläufe für Frauen im gebärfähigen Alter ist grundsätzlich gering, ebenso die Sterblichkeitsrate.
  • Die bekannten Risikofaktoren (Übergewicht, Vorerkrankungen) erhöhen auch bei Schwangeren das Risiko für einen schwereren Verlauf und das Risiko nimmt mit steigendem maternalen Alter zu.
  • Bisher liegen keine Daten vor, ob Schwangere sich leichter mit SARS-CoV-2 infizieren als andere Bevölkerungsgruppen. 
  • Zusammenfassend sind die Studiendaten aktuell nicht ausreichend, um den Einfluss einer Schwangerschaft auf die Schwere des Krankheitsverlaufs und das Behandlungsergebnis abschließend zu beantworten.
  • Da COVID-19 mit einer Hyperkoagulabilität (pathologisch erhöhte Blutgerinnung) einhergehen kann und es auch in der Schwangerschaft bei der Frau zu einer erhöhten Blutgerinnung kommt, sollte sorgfältig geprüft werden, ob eine Thromboseprophylaxe erforderlich ist.
  • In einzelnen Fällen wurde eine Übertragung des Coronavirus im Mutterleib berichtet. Doch es gibt bisher kaum Studien dazu. 
  • Es gibt bisher nur wenige Daten zu den Auswirkungen einer Coronainfektion auf ungeborene Kinder, insbesondere keine Langzeitdaten, daher können hier keine keine zuverlässigen Aussagen gemacht werden. Grundsätzlich kann hohes Fieber während des ersten Trimesters der Schwangerschaft das Risiko von Komplikationen und Fehlbildungen erhöhen.
  • Eine Übertragung des Virus auf das neugeborene Kind ist über engen Kontakt und eine Tröpfcheninfektion möglich. Hier hilft es, wenn alle Familienmitglieder die Hygienemaßnahmen einhalten.
  • Erkranken Kinder an dem neuen Coronavirus, scheint die Krankheit häufig milder zu verlaufen als bei Erwachsenen. Oft treten bei ihnen auch keinerlei Symptome auf. Es kann jedoch auch zu schweren Krankheitsverläufen kommen. Daher sollte bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen darauf geachtet werden, die Hygienemaßnahmen einzuhalten. 

Das Robert Koch Institut verweist ergänzend auch auf die Stellungnahmen und Empfehlungen der medizinischen Fachgesellschaften.


Corona-Impfung während Schwangerschaft und Stillzeit – Wer haftet bei Impfschäden – Impfen von Kontaktpersonen

Das Impfen gegen Corona ist in aller Munde! Aber was ist mit Schwangeren bzw. Stillenden? Die Ständige Impfkommission STIKO empfiehlt seit Mitte September 2021, Schwangere ab der 14. Schwangerschaftswoche (2. Trimenon) und Stillende zu impfen. Die Begründung der STIKO gibt es hier.

„Vorliegende Daten zur Sicherheit zeigen kein gehäuftes Auftreten von schweren unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) während der Schwangerschaft oder ein erhöhtes Risiko für schwere UAW während der Stillzeit für Mutter und Kind.“

STIKO Empfehlung und wissenschaftliche Begründung, 17. September 2021

Medizinische Fachverbände (u. a. die DGGG e. V.) sprechen sich ebenfalls explizit für das Impfen von Schwangeren aus.

Eine US-amerikanische Studie fand heraus (März 2021), dass geimpfte Schwangere und Stillende Antikörper an ihr (ungeborenes) Baby weitergeben. Nebenwirkungen der Impfung seien selten gewesen. Geimpft wurde mit dem Biontech Impfstoff und Moderna.

Wer sich schwanger (oder kurz vor der Schwangerschaft) impfen ließ, kann an einer Beobachtungsstudie zur Sicherheit der Covid-19-Impfstoffe in der Schwangerschaft teilnehmen. Sie wird vom Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum (PVZ) für Embryonaltoxikologie durchgeführt.

Sehr gute Informationen bietet auch dieser Artikel in der Pharmazeutische Zeitung / „FAQ zum Covid-19-Impfstoff“, Blatt 4.

Wer haftet bei einem Impfschaden?

Uns erreichen Nachrichten von Schwangeren, dass Gynäkolog:innen aus Angst vor einer Haftung bei einem Impfschaden Schwangere die Impfung verweigern. Dazu hat der Gesetzgeber Ende Mai Stellung bezogen: Im Falle eines Impfschadens nach einer Corona-Impfung haftet der Staat. Dies gelte auch für Impfungen, die nicht uneingeschränkt von der STIKO empfohlen werden (wie die Impfung von Schwangeren/ Stillenden).

Wir stellen ein Info-Dok zum Download bereit. Auf einer Seite steht alles, was impfwillige Schwangere und Stillende ihrer/ ihrem Gynäkolog:in entgegnen können, sollte er bzw. sie nicht impfen wollen.

Impfen von Kontaktpersonen

Die STIKO spricht sich explizit für eine Impfung der direkten Kontaktperson(en) aus. Dementsprechend werden sie mit hoher Priorität geimpft und sind damit in der 2. Gruppe der zu impfenden Personen.

Wie die Kontaktpersonen geimpft werden, ist von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich. Teilweise haben wir sogar innerhalb der Bundesländer verschiedene Vorgehensweisen festgestellt. Die jeweiligen Info-Seiten der Bundesländer sind in der Regel die erste Anlaufstelle. In manchen Bundesländern (z. B. NRW) ist es aber auch der bzw. die eigene Gynäkolog:in oder der Hausarzt.


Einschränkungen während Corona – wer darf mit zur Geburt?

In beinahe allen der rund 630 Kreißsäle in Deutschland ist eine Begleitperson zugelassen. Das ist eine gute Nachricht, die auch dem intensiven Einsatz vieler Eltern zu Beginn der Pandemie zu verdanken ist! Wie die Kliniken die Geburtsbegleitung umsetzen, ist allerdings sehr unterschiedlich.

Informationen über den Zutritt für Besuchspersonen auf den Stationen und zur Begleitung der Geburt geben die einzelnen Kliniken. Da die Regelungen auch von dem Infektionsgeschehen in deiner Region abhängen, schau am besten regelmäßig auf der Website deiner Wunschklinik nach.

Eine Begleitung während einer Geburtseinleitung, bei der die Schwangere “auf Station” auf den Geburtsbeginn wartet, ist in vielen Kliniken nicht möglich.

Einige Kliniken lassen eine Begleitperson erst ganz am Ende der Geburt in der so genannten Austreibungsphase zu.

Wichtig ist, dass du dich vorab gut informierst, wie deine Klinik bei Einsetzen der Wehen oder nach einem Blasensprung vorgeht.

Keine wechselnden Begleitpersonen

Die Begleitperson darf während der Geburt nicht wechseln und soll möglichst den Kreißsaal nicht verlassen. Die Hygienevorschriften der Klinik müssen unbedingt eingehalten werden.

Zusätzliche Begleitperson

Ein rechtzeitiger Anruf im Kreißsaal (also vor Geburtsbeginn) klärt, ob neben dem/der Partner:in eine zusätzliche Begleitperson mit in den Kreißsaal darf.

Manche Kliniken erlauben die zusätzliche Begleitung durch einer Doula. Weitere Information findet ihr bei Doulas in Deutschland e.V..


Kreißsaalverbot: Was tun?

In vielen Kliniken ist an Stelle des vollständigen Kreißsaalverbotes eine neue Regelung getreten. Sie verunsichert viele Schwangere und ihren Partner / ihre Partnerin genauso wie ein völliges Verbot: Die Begleitperson wird erst in der Austreibungsphase der Geburt zugelassen, zum Beispiel wenn der Muttermund nahezu vollständig offen ist und das Baby bald geboren wird.

Risiken des Kreißsaalverbotes

Weder ein generelles, noch ein teilweises Kreißsaalverbot von Begleitpersonen sind aus unserer Sicht zulässig. Ein Verbot birgt zahlreiche gesundheitliche Risiken für Mutter und Kind.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürwortet bei der Geburt ausdrücklich die Anwesenheit einer Begleitperson und weist darauf hin, dass für eine „sichere und positive Geburtserfahrung“ eine „Begleitperson der eigenen Wahl während der Geburt“ erforderlich ist.

Dem schließen sich auch die Gynäkolog:innen der Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe (DGPFG e.V.). In einer Presseerklärung weisen sie darauf hin, wie wichtig die Begleitperson für die seelische und körperliche Gesundheit von Mutter und Kind ist. In ihrer Stellungnahme aus März 2021 bekräftigt die Gesellschaft zudem die Schutzfunktion der Begleitperson vor Traumatisierungen durch die Geburt (Titel „Anwesenheit von Vertrauenspersonen kann vor Traumatisierung unter der Geburt schützen – Babys warten nicht!“).

Was kann ich tun, wenn mein Partner / meine Partnerin nicht mit zur Geburt darf?

Aus vielen Mails und Nachrichten wissen wir, dass das Verbot einer Begleitperson während der Geburt Frauen und Familien zutiefst verunsichert.

Sollte deine Klinik die Begleitung während der gesamten Geburt oder auch während der Eröffnungsphase verbieten, kannst du folgendes tun:

  • Informiere dich, wie deine Wunschklinik die Begleitung der Geburt genau handhabt.
  • Lass dir erklären, warum diese Regelung besteht.
  • Erkläre deinerseits, dass das Begleitverbot nicht den geltenden Empfehlungen der WHO und der gynäkologischen Fachgesellschaften entspricht. Teile dem Personal im Kreißsaal freundlich mit, was diese Regelung(en) mit dir und deinem Partner/ deiner Partnerin macht und wie schlimm das für euch ist.
  • Frage danach, ob du und deine Begleitperson vor Eintritt in die Klinik einen Schnelltest machen können.
  • Frage nach, wie die Regelungen für geimpfte und genesene Begleitpersonen aussehen.
  • Weise die Klinik darauf hin, dass andere Kliniken die Geburtsbegleitung deutlich familienfreundlicher gestalten: In vielen darf eine Begleitperson die gesamte Geburt im Kreißsaal sein, bei einigen geht das z.B., wenn sich der Muttermund einige Zentimeter geöffnet hat (ein Kompromiss, aber immerhin).
  • Wende dich an die Patient:innenvertretung der Klinik und erkläre, dass du dir eine familienfreundlichere Lösung wünschst.
  • Wenn alles nichts hilft und die Klinik bei ihrer Regelung bleibt, bereite dich gedanklich auf die Situation vor. Denk an deine Stärke und deine Fähigkeit, ein Kind zu bekommen. Du schaffst das in jedem Fall! Finde Wege, wie du mit deinem Partner/ deiner Partnerin dennoch nah sein kannst, z. B. übers Smartphone oder eine gemeinsame Playlist, eine Gedankenreise zum letzten Urlaub.

Um deine Position zu stärken, empfehlen wir als Argumentationshilfen die Empfehlungen der WHO, die Stellungnahme der DGGG, die Stellungnahme der DGPFG e.V. und unsere Stellungnahme zur Geburtsbegleitung.

Viele Frauen berichten uns, die Hebammen im Kreißsaal bemühten sich, die Geburt ohne Partner:in besonders aufmerksam zu begleiten. Hast du andere Erfahrungen gemacht, so teile uns das gerne mit. Per E-Mail an info@mother-hood.de oder per Nachricht via Facebook, Instagram oder Twitter.


Muss ich während der Geburt eine Maske tragen?

Auch die Maskenpflicht während der Geburt ist ein Thema, was viele Frauen intensiv beschäftigt. Muss ich wirklich während der gesamten Geburt im Kreißsaal eine Maske tragen? Werde ich genug Sauerstoff bekommen? Was, wenn ich unter der Maske das Gefühl habe, nicht atmen zu können?

Eines vorweg: Nach unseren Recherchen sehen die meisten Kliniken von einer Pflicht zum Tragen einer Maske auch am Ende der Geburt ab.

Wir haben aber leider von Frauen erfahren, die auch während der Endphase der Geburt im Kreißsaal tatsächlich eine Maske tragen mussten. Es scheint sich aber wirklich nur um Ausnahmen zu handeln.

Die Regelung ist auch aus medizinischer Sicht nicht sinnvoll: Die Atmung ist ein wesentlicher Teil der Geburtsarbeit und wird durch eine Maske erschwert. Für diese Regelung gibt es auch keine Empfehlung von gynäkologischen Fachgesellschaften oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Auch der Deutsche Hebammenverband lehnt eine Maskenpflicht ab, wenn die Gebärende das Tragen einer Maske während der Geburt nicht tolerieren kann. 

So kannst du mit der Maskenpflicht umgehen:

  • Frage in deiner Klinik nach, wie es dort konkret mit den Masken gehandhabt wird: Wann musst du eine Maske tragen? Was passiert, wenn du sie absetzen möchtest bzw. musst? 
  • Frage in der Klinik nach, ob Einwegmasken für dich und deine Begleitperson bereit gestellt werden. FFP 2 Masken reduzieren das Risiko einer Ansteckung für beide Seiten. Frag nach, ob du für deine Begleitperson eine oder mehrere FFP 2 Maske(n) mitbringen sollst.
  • Erkundige dich beim Personal im Kreißsaal, ob sie auch für die letzte Phase der Geburt eine Maske vorschreiben.
  • Wenn ja, erkläre ihnen deine Bedenken und dass du fürchtest, nicht richtig atmen zu können.
  • Vereinbare, dass du versuchen wirst, die Maske möglichst lange zu tragen. Du wirst sie aber abnehmen, wenn sie dich bei der Geburt stört.
  • Niemand kann dich zwingen, während der Geburt eine Maske zu tragen! Das gilt auch für an Corona infizierte Frauen.
  • Eventuell wirst du auch angehalten, Handschuhe anzuziehen. Frage auch hierzu in deiner Klinik nach den aktuellen Regelungen.
  • Sprich mit deiner Gynäkologin bzw. deinem Gynäkologen, ob ein Attest möglich ist, der bestätigt, dass du aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen darfst.

Corona Verdacht bei der Geburt

Um eine Ausbreitung des Virus möglichst zu verhindern, muss das Klinikpersonal über eine (mögliche) Corona-Infektion einer Schwangeren vor dem Eintreffen in der Klinik informiert werden!

Partner:innen und vorgesehene Begleitpersonen mit Corona-Symptomen dürfen die Klinik/ den Kreißsaal nicht betreten!

Auch wenn bei einer Schwangeren der Verdacht auf Corona besteht, etwa, weil sie Kontakt zu einer infizierten Person hatte, gelten besondere Sicherheitsvorkehrungen. Dies dient dem Schutz aller Patienten der Klinik und verhindert, dass sich Personal mit dem Virus infiziert. 

Im Falle einer Infektion wird das geburtshilfliche Personal die Geburt ggf. nur im Schutzanzug und mit Atemmaske begleiten.

Auch bei einer bestätigten Coronainfektion darf die Klinik nicht zu einer Einleitung, zum Kaiserschnitt oder nach der Geburt zur Trennung vom Kind zwingen!

Weitere ausführliche Informationen zum Umgang mit Corona (Verdachts-)Fällen in der Geburtshilfe gibt es auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG).


Besuche auf der Wochenbettstation

Auf der Wochenbettstation sind Besuche, auch des/ der Partner:in, aus Sicherheitsgründen oft nur sehr eingeschränkt möglich. Dies ist auch abhängig vom Infektionsgeschehen in der jeweiligen Region.

Auch hier empfehlen wir, dich bei deiner Wunschklinik nach den aktuellen Regelungen zu erkundigen. Das gilt auch im Falle von Geburtseinleitungen, bei denen die Schwangeren “auf Station” auf den Geburtsbeginn warten müssen.

Stark eingeschränkte Besuchsmöglichkeiten müssen leider in Kauf genommen werden!

Weitere ausführliche Informationen der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) zur Gestaltung des Besuchsrechts und zu Präventionsmaßnahmen für die geburtshilfliche Versorgung findest du hier.


Weiterführende Informationen & Besuchsregelungen für Kliniken

Im Folgenden möchten wir einige Seiten empfehlen, die weitere Informationen rund um das Thema Corona, Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett bereitstellen:

Stillen und Corona

Zum Thema Stillen während einer Infektion mit Corona empfehlen wir die Hinweise von Europäische Institut für Stillen und Laktation.

Frühgeborene und erkrankte Kinder

Eltern, deren Kind zu früh oder krank geboren wurde, und daher nun auf der Frühchen- Kinderintensivstation liegen, verweisen wir sehr gerne an den Bundesverband Das frühgeborene Kind e. V..

Der Verband appelliert an die Kliniken, ihre strengen Besuchsregeln für die Frühgeborenenstationen zu überdenken.

Besuchsregelungen für Kliniken der Bundesländer

Alle Bundesländer haben Verordnungen zum Umgang mit der Corona-Pandemie erlassen, die u. a. Besuchsregeln für die Kliniken enthalten. Einige beziehen sich auch auf die Geburtsstationen. 

Wir haben diese Verordnungen in einer Übersicht zusammengestellt. So kannst du, wenn du mit einer Klinik wegen Besuchseinschränkungen in Kontakt treten möchtest, auf die jeweilige Länderverordnung deines Bundeslandes zugreifen.

Über Hinweise, wie es in den einzelnen Kliniken abläuft, freuen wir uns sehr. Diese kannst du uns per E-Mail an info@mother-hood.de oder via Direktnachricht über Facebook, Instagram oder Twitter schicken.

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